Woher ich kam

Wenn man ins Feuer sieht, dann hört man auf zu denken
Man vergisst kurzer Hand, sich den Kopf zu verrenken
Man sieht nur das wabernde lecken der Flammen
Am Stamm, genug um die Geister zu bannen

Das pulsieren der Glut tut den Nervenzellen gut
Die Wärme und der Rauch erfreuen den Bauch
Ich hab genug vom Dancefloor und setz‘ mich ans Feuer
Nur mit Flammen überzogen ist die Welt mir geheuer
Ich hab versucht, ohne das Feuer zu sein
War ein Kind des Wassers und immer allein
Als Fisch schwamm ich ängstlich durch leergefischte Meere
Die Flüsse standen still, nichts als Dämme und Wehre
Plastikplankton verstopfte meine Kiemen
Ich verhedderte mich ständig in Netzen und Riemen
Ich wusste, will ich etwas reißen
Muss ich von oben in die Nahrungskette beißen
Als Mensch! Und so stehe ich bereit
Mit Anzug und Schlips von Altlasten befreit
Und warte auf die Krönung, auf die große Versöhnung
Doch was mir widerfährt, Heuchelei und Verhöhnung
Also starr ich ins Licht
Und lese, was die Feuerblume mir verspricht
Ich vergesse, vergess‘ woher ich kam und zünde meinen Atem an
Ich vergesse, vergess‘ woher ich kam und zünde meinen Atem an
Wiese, Kopf, Stein, Pflaster
Wiese, Kopf, Stein, Pflaster
Wiese, Kopfsteinpflaster überall
Soweit das Auge reicht, Konjunktur und Verfall
Baumstümpfe singen keine Lieder mehr
Dröhnen und ruhen, Wellness und Verkehr
Bitte bitte, bleib bleib noch ein bisschen bei mir
Ich bin viel zu häufig nur dieses leere Blatt Papier
Und Ränder und Zeilen, in Ewigkeit verweilen
Mal wieder irgendwo zwischen den Stühlen sich verkeilen
An einem Ort, ohne Wesen und Ziel
Mit Flammen in Pupillen glaub ich dir viel
Also vergiss, woher du kamst und zünde dein Blicke an
Ich vergesse, vergess‘ woher ich kam und zünde meinen Atem an
Ich vergesse, vergess‘ woher ich kam und zünde meinen Atem an
Wiese, Kopf, Stein, Pflaster
Wiese, Kopf, Stein, Pflaster

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